Das Institut für Berufsbildung und Sozialmanagement gemeinnützige GmbH in Erfurt erhält von Juli 2017 bis Ende 2018 zusätzlich zu den bisherigen Fördermitteln von jährlich maximal 50.000 € aus dem Europäischen Sozialfonds weitere bis zu 25.000 €. Das teilt die Erfurter Bundestagsabgeordnete Antje Tillmann mit. Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“.

„Stark im Beruf“ soll Müttern mit Migrationshintergrund den Erwerbseinstieg zu erleichtern und sie bei Fragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. Bundesweit 80 Kontaktstellen kooperieren dabei mit den örtlichen Jobcentern und Unternehmen. 5.600 Mütter mit Migrationshintergrund konnten innerhalb von zwei Jahren bisher erreicht werden. 35% davon haben im Anschluss eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und 10% eine schulische oder berufliche Ausbildung aufgenommen. 17% haben erfolgreich eine Qualifizierung – wie z.B. Sprach- und Integrationskurse, EDV-Schulungen – abgeschlossen.

Künftig unterstützt die Bundesregierung mit „Stark im Beruf – Flucht“ die Kontaktstellen noch stärker bei der Begleitung geflüchteter Mütter, z.B. bei beruflicher Beratung und Orientierung, der Sprachförderung und der Suche nach Kinderbetreuung. Das Erfurter Institut ist eine von bundesweit 35 Kontaktstellen, die diese Aufstockung der Förderung beantragt und bewilligt bekommen haben.

„Mütter, die mit kleinen Kindern fliehen mussten, haben es besonders schwer, im Berufsleben eines anderen Landes Fuß zu fassen. Ich finde es großartig, dass es Menschen gibt, die hier freiwillig Hilfe leisten. So gelingt Integration“, ist sich Antje Tillmann sicher.

* Symbolbild: Geflüchtete Frau mit Kindern in Erfurt

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