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Wehret den Anfängen!

[ 0 ] 16. September 2011 | Manfred Grund

Die wöchentliche Kolumne für TLZ / Eichsfelder Tageblatt: Mehr als verdreifacht hat sich die Zahl linker Gewalttaten

Aus dem Verfassungsschutzbericht 2010

Aus dem Verfassungsschutzbericht 2010

Zum wiederholten Male hat die NPD der Öffentlichkeit ihr Stöckchen hingehalten. Da wurde mit einem Heimatfest in Leinefelde gedroht und einem Aufmarsch in Nordhausen. Die Provokationen der braunen Dumpfbacken sind ärgerlich, die Republik bringen sie aber nicht in Gefahr. Weil der Schoß nicht mehr fruchtbar ist, aus dem die National-Sozialisten dereinst an die Macht gekrochen waren. Es spricht für den Zustand unserer Demokratie, dass der weit überwiegende Teil der Menschen in Deutschland keinen Zweifel hegt an dem antidemokratischen, antisemitischen und ausländerfeindlichen Charakter dieser verfassungsfeindlichen Partei.

Doch unser Staat darf weder auf dem rechten noch auf dem linken Auge blind sein. Denn leider gibt es bundesweit auch einen drastischen Anstieg linksextremer Straftaten. In den ersten drei Monaten diesen Jahres wurden 1.626 Delikte verübt, 567 mehr als im Vorjahr. Mehr als verdreifacht hat sich die Zahl der Gewalttaten und die Zahl der durch linke Gewalt verletzter Opfer hat sich verdoppelt.

Der linke Terror hat besonders Berlin im Griff: 823 linke Straftaten, darunter 208 Gewaltdelikte, 41 Brandanschläge, 36 Menschen wurden Opfer linker Gewalt. Vor einigen Wochen legten Autonome mit einem Brandanschlag am Bahnhof Ostkreuz die ganze Hauptstadt lahm. Eine Kabelbrücke mit Signal-, Telekommunikations- und Stromleitungen wurde gezielt zerstört. Tagelang fielen Züge aus, das Bahnbuchungssystem war gestört, nichts funktionierte mehr.

Berlin ist auch die Hauptstadt der Autobrände. Schon weit über 530 Autos wurden 2011 bei Brandanschlägen zerstört oder schwer beschädigt. Die Chaoten werden immer brutaler. Bei den 1. Mai-Krawallen dieses Jahr wurden 92 Polizisten verletzt, bei der Räumung eines besetzten Hauses in Friedrichshain gab es 61 verletzte Polizisten und mehrere hunderttausend Euro Sachschaden. Auch die ideologische Aufrüstung schreitet voran. Auf einer Anfang des Jahres von der Zeitung „Junge Welt“ organisierten Rosa-Luxemburg-Konferenz bezeichnete die ehemalige RAF-Terroristin Inge Viet das „Abfackeln“ von Bundeswehrgerät als legitim. Auf die Gewalt gegen Sachen folgt die Gewalt gegen Menschen. Hauptakteure im Links-Terror sind die „Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin“ (ARAB) und die „Antifaschistische Linke Berlin“ (ALB).

Dabei treten die Akteure stets mit hohem moralischen Anspruch versehenen Motiven und Zielen auf, die dem einen oder anderen Betrachter offenbar den Blick auf ihre tatsächlich demokratiefeindliche Ausrichtung verstellt.

Unsere Gesellschaft und unser Staat muss gleichermaßen abwehrbereit bleiben gegen Extremisten von rechts und von links. Denn beide forcieren die Überwindung unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Eine bessere Grundordnung, eine bessere Verfassung aber gibt es nicht. Wir alle sollten sie verteidigen, gegen Rechtsextreme und gegen Linksextreme.

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Category: Geschichte, Inneres, Manfred Grund

Über Manfred Grund: Manfred Grund ist der gewählte Abgeordnete im Wahlkreis 189 Eichsfeld - Nordhausen - Unstrut-Hainich I. Seit 1998 ist er der Vorsitzender der Landesgruppe Thüringen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Er ist Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages. Er ist entsandt in das Parlamentarische Kontrollgremium sowie den Unterausschuss Vereinte Nationen, Internationale Organisationen und Globalisierung. Er gehört der Deutschen Delegation der Parlamentarischen Versammlung der OSZE an. Als Stellvertreter ist Manfred Grund für den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie die Deutsche Delegation in der Interparlamentarischen Union (IPU) gesetzt. In der CDU/CSU-Fraktion bekleidet er das Amt eines Parlamentarischen Geschäftsführers. Er ist Mitglied im Ältestenrat und seiner Kommission für die Angelegenheiten der Mitarbeiter der Abgeordneten sowie der Inneren Kommission. Als Parlamentarischer Geschäftsführer ist er außerdem Mitglied im Gemeinsamen Ausschuss nach Artikel 53 a Grundgesetz. Auf Vorschlag der CDU/CSU-Fraktion nimmt Manfred Grund einen Sitz im Kuratorium der Gesellschaft Internationale Weiterbildung und Entwicklung (InWent) ein. Zur Profilseite.

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