Subscribe via RSS Feed Unsere Galerie bei Flickr

Schipanski lobt neue Gestaltungsfreiheit der Jobcenter

[ 0 ] 23. September 2011 | Tankred Schipanski

Der heimische Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski begrüßt die am Freitag im Bundestag beschlossene Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente. „Mit diesen Maßnahmen bündeln wir die verschiedenen Arbeitsmarktinstrumente stärker und gestalten sie gleichzeitig deutlich flexibler und passgenauer als bisher“, erklärte Schipanski. So biete die neue Regelung den Jobcentern die Chance, die verschiedenen Förderinstrumente bedarfsorientiert und individuell miteinander zu kombinieren. „Von Region zu Region ist die Arbeitsmarktsituation völlig unterschiedlich, so dass bundesweit einheitliche Festlegungen an der Realität vorbei führen. Deshalb können die Jobcenter, die nah dran sind an den betroffenen Menschen, jetzt selber entscheiden, welche Schwerpunkte in der Förderung sie setzen“, betonte der Parlamentarier.

Porträt Tankred Schipanski

Tankred Schipanski, MdB

Erleichtert zeigte er sich, dass auch für die öffentlich geförderten Beschäftigungen, die sogenannten Ein-Euro-Jobs, eine gute Regelung gefunden wurde. Statt der ursprünglich geplanten Pauschale erhalten Bildungsträger die tatsächlich entstehenden Kosten bei der Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen erstattet. „Die Ein-Euro-Jobs sollen aber keine Einbahnstraße sein, sondern idealerweise eine Brücke in den regulären Arbeitsmarkt bilden. Deshalb können sich die Langzeitarbeitslosen zukünftig parallel weiter qualifizieren und Maßnahmen dazu in Anspruch nehmen“, hob Schipanski hervor. Dennoch wies er darauf hin, dass bestehende, reguläre Beschäftigungen grundsätzlich Priorität besitzen sollten.

Diese Reform der Arbeitsmarktinstrumente sei auch deshalb notwendig geworden, weil die Langzeitarbeitslosigkeit in den letzten Jahren stetig zurückgegangen sei. „Ändert sich die Struktur der Arbeitslosigkeit, müssen auch die Instrumente angepasst werden“, erklärte Schipanski. Nicht zuletzt könne mit der Strukturreform auch ein Beitrag zur Haushaltskonsolidierung geleistet werden. Der Haushalt für Arbeit und Soziales bleibt aber mit 126,6 Milliarden Euro der weit größte Etat des Bundeshaushalts 2012. Schipanski, der in den letzten Monaten zahlreiche Gespräche in seinem Wahlkreis zu diesem Thema geführt hatte, bedankte sich für die vielfältigen Anregungen: „Ich habe die vielen Hinweise mit nach Berlin genommen und damit hatten wir Erfolg: Das jetzt verabschiedete Gesetz weicht erheblich von dem ursprünglichen Entwurf ab und beinhaltet zahlreiche Verbesserungen.“

Hintergrund

Das Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt sieht zahlreiche Änderungen in den Bereichen der aktiven Arbeitsförderung wie Berufsorienteirung und berufliche Weiterbildung, der öffentlich geförderten Beschäftigung sowie der freien Förderung vor. Damit soll vor allem eine beschleunigte Integration in den ersten Arbeitsmarkt erreicht werden. Der Bundestag verabschiedete das Gesetz am Freitag (23. September 2011), Mitte Oktober stimmt dann der Bundesrat darüber ab.

  • Share/Bookmark

Das könnte Sie interessieren:

  1. Arbeitsmarktgesetz rückt Qualifizierung und Vermittlung in den Fokus
  2. Carola Stauche zur Debatte um die Arbeitsmarkt-Reform
  3. Carola Stauche zur Debatte um die Reform der Jobcenter
  4. Schipanski lobt neuen Kompetenzatlas der TU Ilmenau
  5. Schipanski lobt Bund-Länder-Kooperation im Hochschulbereich

Tags: , ,

Category: Arbeit und Soziales, Haushalt und Finanzen, Kommunales, Tankred Schipanski

Über Tankred Schipanski: Tankred Schipanski wurde im Wahlkreis 192 Gotha - Ilm-Kreis gewählt. Er betreut die Stadt Suhl mit. Im Deutschen Bundestag ist er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Bildung und Forschung. Stellvertreter ist er im Rechtsausschuss. Für die Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" sowie den Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung ist er ebenfalls als Stellvertreter benannt. Tankred Schipanski ist stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union. Der Bundestag hat ihn als Stellvertreter für die Deutsche Delegation der Parlamentarischen Versammlung der OSZE benannt. In der CDU/CSU-Fraktion ist er Mitglied der Arbeitnehmergruppe sowie der Jungen Gruppe. Auf Vorschlag der CDU/CSU-Fraktion entsendet der Deutsche Bundestag Tankred Schipanski in den Stiftungsrat der Stiftung CAESAR. Zur Profilseite.

Ihre Meinung zum Beitrag?




Ein Bild zu Ihrem Kommentar kann eingebunden werden über Gravatar.