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Leitantrag zwischen Tradition und Moderne

[ 0 ] 14. September 2011 | Tankred Schipanski
Tankred Schipanski in einer Laptop-Schulklasse

Tankred Schipanski begutachtet eine Laptop-Schulklasse

Der Landesfachausschuss Wissenschaft, Medien und Forschung der CDU Thüringen unterstützt den Leitantrag zur Bildungsrepublik Deutschland des CDU-Bundesvorstandes zum Parteitag im November. Dieser wurde unter Federführung von Bundesministerin Annette Schavan und Sachsens Kultusminister Roland Wöller erarbeitet. Wie der Vorsitzende des Landesfachausschuss und Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski mitteilte, sei der Beschluss bei der Sitzung Dienstag, dem 13. September 2011, einstimmig gefasst worden.

Begrüßenswert sei, dass jetzt das erfolgreiche zweigliedrige Thüringer Schulmodell auf ganz Deutschland übertragen werden solle. Dabei warb Schipanski auch um Verständnis für den noch andauernden Diskussionsprozess innerhalb der Bundespartei: „Was für Thüringen seit Jahrzehnten bewährte Praxis ist, bedeutet für Länder wie Bayern und Baden-Württemberg eine Revolution. Hier muss noch einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden.“ Gleichzeitig wies der Abgeordnete darauf hin, dass der Leitantrag nicht auf die Frage des Schulsystems verkürzt werden dürfe. Der CDU gehe es vor allem um Bildungsinhalte und Bildungsziele, Strukturfragen seien zweitrangig. Auch die Einrichtung eines Bildungsrates für eine fachliche Expertise, die Sprachförderung, eine Exzellenzinitiative zur Lehrerbildung sowie die Einführung allgemeiner Bildungsstandards und vergleichbarer Schulabschlüsse seien wichtige Schwerpunkte der CDU, betonte Schipanski.

Der Leitantrag ziele außerdem darauf ab, einerseits das deutsche Wissenschaftssystem weiter zu internationalisieren und dafür die Bologna-Reform weiter umzusetzen und andererseits für größere Synergien zwischen Hochschulen und Forschungszentren zu sorgen. Ebenso werde angestrebt, die Hochschulen für Studierende zu öffnen, die über die berufliche Bildung zu einem Studium gelangen. Besonders hob Schipanski hervor, dass eine produktive Kooperation zwischen Bund und Ländern im Hochschulbereich angedacht sei. „Nur gemeinsam können Bund und Länder die hohe Qualität unseres Wissenschaftssystems garantieren und weiter ausbauen. Hier sollten angemessene Formen für eine effektive Zusammenarbeit gefunden werden,“ so der Parlamentarier. Insgesamt sei der Leitantrag Zeichen einer zukunftsweisenden Politik, die den Spagat zwischen Tradition und Moderne zu leisten wisse, bilanzierte Schipanski.

Ein weiteres Thema der Sitzung des Landesfachausschuss war die Zukunft der Thüringer Hochschullandschaft. Dazu solle in den nächsten Monaten ein Papier als Diskussionsgrundlage entwickelt werden, das auch auf eine stärkere Kooperation der Thüringer Hochschulen ziele. Ein „Campus Thüringen“ sei dabei eine von mehreren denkbaren Formen der Zusammenarbeit, wie der Vorsitzende erklärte.

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Category: Bildung und Forschung

Über Tankred Schipanski: Tankred Schipanski wurde im Wahlkreis 192 Gotha - Ilm-Kreis gewählt. Er betreut die Stadt Suhl mit. Im Deutschen Bundestag ist er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Bildung und Forschung. Stellvertreter ist er im Rechtsausschuss. Für die Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" sowie den Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung ist er ebenfalls als Stellvertreter benannt. Tankred Schipanski ist stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union. Der Bundestag hat ihn als Stellvertreter für die Deutsche Delegation der Parlamentarischen Versammlung der OSZE benannt. In der CDU/CSU-Fraktion ist er Mitglied der Arbeitnehmergruppe sowie der Jungen Gruppe. Auf Vorschlag der CDU/CSU-Fraktion entsendet der Deutsche Bundestag Tankred Schipanski in den Stiftungsrat der Stiftung CAESAR. Zur Profilseite.

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