Erneut Millionen Euro Forschungsförderung für den Ilm-Kreis
Der Bundestagsabgeordnete und Forschungspolitiker Tankred Schipanski hat wieder gute Nachrichten für die Forschung in der Region: Erneut fließen insgesamt 1,19 Millionen Euro Fördermittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in den Ilm-Kreis.
Im Rahmen der Fördermaßnahme „Spitzenforschung und Innovation in den neuen Ländern“ erhält die Technische Universität für ihr Mitwirken an zwei Verbundprojekten bis 2014 rund 1 Millionen Euro. „Diese Fördermaßnahme wirkt passgenau und effektiv für die Forschung und Entwicklung in den neuen Ländern. Kompetenzen werden gebündelt und die Innovationsfähigkeit gestärkt“, erklärte Schipanski das Engagement des Bundes.
Im Projekt „Optische Mikrosysteme für die hyperspektrale Sensorik“ erforscht die TU Ilmenau gemeinsam mit den Universitäten in Freiburg und Jena räumlich hoch aufgelöste Bildaufnahme- und Bildverarbeitungsverfahren, die vor allem in der Umweltsensorik, der medizinische Diagnostik und für mobile Assistenzsysteme angewandt werden können. Für diese Forschungsleistungen erhält die TU Ilmenau 936.000 Euro. Mit Partner aus ganz Deutschland entwickelt die TU bei dem Projekt „Bedarfsgerechte Sauerstoffabgabe in der klinischen Ventilation“ einen Sauerstoff-Mischer, der die Sauerstoffbeigabe bei der Beatmung von Patienten automatisch und individuell angepasst vornimmt. Den Ilmenauer Beitrag unterstützt das BMBF mit rund 108.800 Euro. „Die Stärke dieser Fördermaßnahmen liegt in der engen Kooperation, die gefordert wird. Durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Forschungseinrichtungen entsteht ein herausragendes wissenschaftliches und wirtschaftliches Potential für die Region“, lobte Forschungspolitiker Schipanski.
Auch die UST Umweltsensortechnik GmbH Geschwenda erhält durch das BMBF im Rahmen der Förderlinie „KMU-innovativ“ bis zum 31. Dezember 2013 rund 149.000 Euro. Das Unternehmen beteiligt sich an dem Verbundprojekt „Niedertemperatur-Sensorik für polare Medien“, das auf die Entwicklung neuartiger sehr empfindlicher und energiesparender Sensoren zum Nachweis von Gasen zielt. Diese können zum Beispiel in Bergwerken oder zur Überwachung der Schmierfähigkeit von Hydraulik-Ölen eingesetzt werden. „Auch hier trägt die zielgenaue Förderpraxis des Bundes dazu bei, dass hochkomplexe und intelligente Produkte von morgen entwickelt werden“, bilanzierte Schipanski. Er freue sich auch deshalb über diese erneute Förderung, weil er sich im letzten Jahr persönlich für die Aufstockung dieser Förderprogramme im Bundeshaushalt eingesetzt habe. „Es ist schön, dass sich dieses Engagement nun so unmittelbar für den Wahlkreis auswirkt“, betonte der Parlamentarier abschließend.
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