Hirte besteigt Windkraftanlage in Wiegleben
Einen ganz besonderen Blick über seinen Wahlkreis erhielt der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Hirte am Mittwoch, den 10.8.2011 beim Besuch einer Windkraftanlage in Wiegleben bei Bad Langensalza. Im Rahmen seiner Sommertour informierte sich der Energieexperte der Thüringer Union über Beschaffenheit, Funktion und Wirkungsgrad der 2-Megawatt-Anlage in einer Höhe von ca. 120 Metern.
„Im Rahmen der künftigen Stromerzeugung führt kein Weg an Windkraft vorbei. Neue Anlagen arbeiten reibungslos, sind wartungsarm und überzeugen mit Wirtschaftlichkeit und Verfügbarkeiten von über 97 Prozent. Das sind sehr beeindruckende Zahlen. Das Thüringer Ziel, bis 2020 mindestens 45 Prozent des benötigten Stroms aus erneubaren Energien zu zapfen, wird ohne den Ausbau der Windkraft im Freistaat nicht möglich sein“, so Hirte, der als Mitglied des Umweltausschusses des Bundestags direkt an den Energiegesetzen des Bundes mitwirkt.
Dabei sei die Anzahl von neu ausgeschriebenen Vorrangflächen für Windenergie weniger bedeutsam als vielmehr die Standortwahl und das Re-Powering bestehender Anlagen. So wären Windräder im Thüringer Wald, aber beispielsweise auch auf dem Milmesberg, in Sichtweite der Eisenacher Wartburg, weniger effizient als Anlagen auf Erhöhungen, bei denen der Wind unbeeinflusst aus der Hauptwindrichtung Südwest-West komme. „Es kommt also vor allem darauf an, wie der Wind auf das Windrad zuweht. Eine stets windige Erhöhung ist nicht gleich geeignet für die Anlagen. Verwirbelungen durch Berge, Hügel oder Wälder reduzieren die Leistung eines Windrades um ein Vielfaches. Das sollten die Landesplaner für die kommenden Jahre im Blick haben“, betont Hirte mit Blick auf die drohende Verspargelung der Thüringer Landschaft.
Im Gespräch mit Vertretern der Firma „enercon“ wurde auch deutlich, dass die Hersteller erhebliche Aufwendungen betreiben, um bestehende Probleme wie Lärm und Feuerung der Anlagen zu beseitigen. Neue Anlagen seien demnach deutlich leiser. Auch die Leuchtsignale für den Flugverkehr seien mit Hilfe von Sichtweitensensoren steuerbar. Hirte zeigt sich außerdem beeindruckt, dass „enercon“ finanzielle Beteiligungen der Anlagen vorzugsweise auch an Anwohner vergibt. „Für die Akzeptanz solcher Anlagen ist es ein guter Anreiz, wenn Firmen wie „enercon“ den betroffenen Anwohnern Anteile an der Anlage vorzugsweise anbieten. Das ist vorbildhaft, auch für die Wettbewerber“, erklärt Hirte.
Das könnte Sie interessieren:
- Christian Hirte: Neue Regeln bei Solarförderung
- Christian Hirte: Dunkle Wolken über Thüringer Solarbranche
- Hirte: „Zugang zur Datenautobahn in der Fläche nimmt Fahrt auf“
- Abgeordnete besichtigen Biogasanlage in Niederdorla
- Hirte: Erneuerbare Energien müssen bezahlbar sein
Category: Christian Hirte, Gesundheit, Kommunales, Kultur und Medien, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Umwelt, Wirtschaft















