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Die Helfer im Blick

[ 0 ] 4. August 2011 | Tankred Schipanski

Am zweiten Tag, dem 3. August 2011, besuchte der heimische Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski seiner Sommertour durch den Landkreis Gotha neben vielen Bürgersprechstunden „berufsmäßige Helfer“, wie die Berufsfeuerwehr Gotha und den Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes.

m Brandschutzkabinett der Berufsfeuerwehr

Im Brandschutzkabinett der Berufsfeuerwehr in Gotha

Vor einem speziellen Rettungswagen der Medizinischen Task Force

Vor einem Rettungswagen der Medizinischen Task Force

Gemeinsam mit dem Zweiten Beigeordneten des Landkreises und Vorsitzenden des Stadtfeuerwehrverbandes Gotha, Thomas Fröhlich, empfing der städtische Amtsleiter Klaus-Jörg Knobloch den Parlamentarier bei der Berufsfeuerwehr in Gotha, eine von insgesamt sieben Berufsfeuerwehren im Freistaat Thüringen. Im Gespräch erfuhr Schipanski, dass die Kameradinnen und Kameraden im vergangenen Jahr circa 1.600 Einsätze hatten. „Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um Brände, sondern die typische entlaufene Katze auf dem Baum gehören ebenfalls dazu“, erklärte Knobloch.  Schipanski informierte sich über die Organisation des Katastrophenschutzes in der Region sowie die Nachwuchsgewinnung der Feuerwehren. „Die Arbeit der Feuerwehren hinsichtlich der Nachwuchsgewinnung ist in Gotha vorbildlich. Dennoch müssen wir versuchen, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern“, betonte Schipanski.

Großes Interesse hatte der Bildungspolitiker vor allem am von der Berufsfeuerwehr eingerichteten Brandschutzkabinett, welches einzigartig in Thüringen ist. Dieses nach amerikanischem Vorbild entwickelte Konzept wird genutzt, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren durch Brände und Unfälle im Haushalt zu verdeutlichen. „Feuer hat auf Kinder eine magische Anziehung. Wir können vielleicht nicht verhindern, dass sie zündeln, aber wir können zu mindestens versuchen, den Kindern den richtigen Umgang mit Feuer beizubringen“, erklärte Herbert Christ, der das Kabinett betreut.  Im vergangenen Jahr besuchten über 2.000 Teilnehmer die Schulungen der Feuerwehr. Im Anschluss daran ging es für Schipanski hoch hinaus. Bei einer Übung der Kameraden mit dem Drehleiterfahrzeug fuhr der Bundestagsabgeordnete mit dem Korb über die Dächer Gothas. Danach konnte er die Rettung einer Person über die Drehleiter verfolgen.

In direkter Nachbarschaft zur Berufsfeuerwehr befindet sich auch der Stützpunkt des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), den Schipanski danach besuchte. Der Verein mit seinen etwa 140 Festangestellten unterhält nicht nur den Rettungsdienst. Das Aufgabenfeld erstreckt sich beispielsweise auch auf die häusliche Pflege, die Unterstützung des Blutspendedienstes und den Katastrophenschutz. Wie Schipanski von den Vorstandsmitgliedern Sabine Köhler und dem Präsidenten des Kreisverbandes Gotha, Jürgen Greiner, erfuhr, beteiligt sich der Kreisverband Gotha an der von der Bundesregierung initiierten Medizinischen Task Force, die eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung bei Katastrophenfällen  sicher stellt. Damit verfolgt der Bund eine neue Strategie bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung bei Großschadenslagen. Hierfür werden Fahrzeuge und Material durch den Bund bereit gestellt. In Zusammenarbeit mit den Helfern des DRK werden darüber hinaus eigene Einheiten des Bunds aufgestellt, die den Katastrophenschutz der Länder mit Spezialkräften unterstützen sollen. Momentan übernehme das DRK in Katastrophenfällen nur die Versorgung der Helfer, erklärte Köhler. Durch die Medizinische Task Force werde man aber in Zukunft direkt mit in die Einsätze eingebunden.

Schipanski lobte insbesondere das große ehrenamtliche Engagement beim DRK und warf auch einen Blick in die sich gerade im Umbau befindliche Kleiderkammer. Ein weiteres wichtiges Thema des Gesprächs war die momentane Situation des Fachkräftemangels im Bereich der Pflege. „Es fällt uns schwer, gelernte Fachkräfte für unseren Pflegedienst zu bekommen.“ erklärte Köhler. Hinzu käme, dass der Beruf der Pflegekraft auch eine Berufung sei.

„Uns fehlen in den kommenden Jahrzehnten rund 200.000 Pflegekräfte. Die Bundesregierung hat dieses Problem erkannt. Wir werden daher weitere Projekte auf den Weg bringen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken“, sicherte Abgeordneter Schipanski am Ende seines Besuches zu. Er wird in dieser Woche weitere Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen besuchen.

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Category: Arbeit und Soziales, Gesundheit, Inneres, Kommunales, Sicherheit, Tankred Schipanski

Über Tankred Schipanski: Tankred Schipanski wurde im Wahlkreis 192 Gotha - Ilm-Kreis gewählt. Er betreut die Stadt Suhl mit. Im Deutschen Bundestag ist er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Bildung und Forschung. Stellvertreter ist er im Rechtsausschuss. Für die Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" sowie den Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung ist er ebenfalls als Stellvertreter benannt. Tankred Schipanski ist stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union. Der Bundestag hat ihn als Stellvertreter für die Deutsche Delegation der Parlamentarischen Versammlung der OSZE benannt. In der CDU/CSU-Fraktion ist er Mitglied der Arbeitnehmergruppe sowie der Jungen Gruppe. Auf Vorschlag der CDU/CSU-Fraktion entsendet der Deutsche Bundestag Tankred Schipanski in den Stiftungsrat der Stiftung CAESAR. Zur Profilseite.

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