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Carola Stauche fordert mehr Demokratie im Alltag

[ 1 ] 12. August 2011 | Carola Stauche

50 Jahre Mauerbau: „Frust nicht nur am Stammtisch abladen“

Die Thüringer CDU-Bundestagsabgeordnete Carola Stauche erinnert 50 Jahre danach an die Mauer als einen Ort des Jammers. Die vielen Toten und das Leid der Familien, die von einem Tag auf den anderen auseinandergerissen wurden, dürften nie vergessen werden. Der 13. August 1961 habe auch ihr Leben tragisch geprägt.

Porträt Carola Stauche

Carola Stauche, MdB

„Ich war zu Besuch bei meiner Oma in Westberlin, durfte erst zwei Woche später wieder heim nach Thüringen. Danach haben wir uns zwei Jahre nicht mehr gesehen“, erzählt Stauche. Im Gedächtnis geblieben seien ihr nasse FDJ-Hemden und marxistisch-leninistische Bücher, die sie im Park gefunden hatte und die von Flüchtlingen stammten, die den Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal durchschwammen. Ein paar Tage nach dem Mauerbau habe sie vom Balkon ihrer Oma aus, die direkt an Mauer wohnte, Leute aus den Fenstern springen sehen. Am nächsten Tag seien die Fenster zugemauert gewesen.

Die Abgeordnete betont, sie empfinde Dankbarkeit über die Deutsche Einheit, weil sie heute in einem demokratischen freien Land leben dürfe. Ausdrücklich fordert sie die Thüringerinnen und Thüringer auf, es wie die Berlinerinnen und Berliner zu machen, und am 13. August um zwölf Uhr eine Minute lang zu schweigen.

Aufgerufen zu dieser Aktion hat Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), unterstützt von Staatsminister Bernd Neumann (CDU). „Erinnern wir uns an die Toten und machen wir uns bewusst, wie viel wir nach dem Mauerfall gewonnen haben.“

Heute gehe es darum, quer durch alle Generationen Mauern in den Köpfen zu überwinden und sich über zwei Jahrzehnte nach der Deutschen Einheit vom Ost-Westdenken zu verabschieden. Bei allen Sorgen der Menschen um Finanzkrise und Euro, Arbeitsplatz und Rente solle sich jeder den Wert von Demokratie klar machen und diesen Gedanken im Alltag leben. Stauche appelliert: „Politiker haben eine besondere Verantwortung. Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen ihren Frust nur noch am Stammtisch abladen, sondern müssen sie motivieren, sich einzumischen in die Politik“, sagt Stauche. „Im Herbst ist Halbzeit für die Regierungs-Koalition. Aus diesem Anlass starte ich im Spätherbst eine Baustellen-Tour und bitte alle Bürger in Saalfeld-Rudolstadt, Saale-Orla-Kreis und Sonneberg, bis zum 3. Oktober Ideen und Vorschläge einzubringen, wie und was anders und besser gemacht werden kann.“

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Category: Allgemein, Carola Stauche, Geschichte

Über Carola Stauche: Carola Stauche ist gewählte Abgeordnete im Wahlkreis 196 Sonneberg - Saalfeld-Rudolstadt - Saale-Orla und betreut den Kreis Hildburghausen zusätzlich mit. Sie arbeitet im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und stellvertretend im Innenausschuss des Bundestages sowie im Tourismusausschuss. In der CDU/CSU-Fraktion trat sie der Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitik bei wie der Gruppe der Frauen und der Arbeitnehmergruppe. Zur Profilseite.

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  1. Kinderkram

    “Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.”

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