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Die Zukunft stillgelegter Bahnhöfe in Sondershausen

[ 0 ] 15. Juli 2011 | Johannes Selle

Den Hinweis auf die zunehmende Verwahrlosung der nicht mehr benötigten Sondershäuser Bahnhöfe durch den Bundestagsabgeordneten Johannes Selle nahm der Konzernbevollmächtigten der DB für den Freistaat Thüringen, Volker Hädrich, sehr ernst und besuchte am Donnerstag die Kreisstadt.

Im Gespräch mit Volker Hädrich von der Deutschen Bahn

Im Gespräch mit Volker Hädrich von der Deutschen Bahn

Die Anregung kam vom Vorsitzenden der CDU – Fraktion im Stadtrat. In einer Gesprächsrunde mit Landratsamt, Stadtverwaltung und den Stadträten Frau Dr. Kietzer und Herr Thiele wurden neben den leer stehenden Gebäuden, die das gepflegte Stadtbild Sondershausens beeinträchtigen, auch die Barrierefreiheit am Bahnhof in Sondershausen und die Verbindung Nordhausen – Erfurt angesprochen.

Herr Hädrich stellte die rechtliche Situation, welche Immobilien verkauft, welche verpachtet und welche Bahneigentum sind, umfassend dar. Insgesamt bedauerte er den Imageschaden, den die Deutsche Bahn nimmt, obwohl sie rechtlich nicht mehr in vollem Umfang verantwortlich ist.

Danach wurden die Bahnhöfe (Südbahnhof, Bahnhof Jecha und Berka) besichtigt. Herr Hädrich versprach, sich der Dinge anzunehmen und uns schriftlich zu antworten. „Die DB wird jede benötigte Infrastrukturanlage, Flächen und Empfangsgebäude abstoßen, da sie Geld kosten und den Fahrpreis verteuern“, stellte Herr Hädrich dar. Im Bereich Berka und Jecha stünden noch größere Flächen zur Verfügung, die einer gewerblichen Nutzung zugeführt werden könnten. Dazu wurde mit dem Freistaat Thüringen eine „Vereinbarung zur Entwicklung nicht mehr betriebsnotwendiger Bahnimmobilien“ im Jahr 2010 vereinbart.

Am Sondershäuser Bahnhof wies Herr Everhardt, Behindertenbeauftragter der Stadt Sondershausen, auf Mängel hinsichtlich behindertengerechten Zugangs zu den Gleisen hin. Auch dem will sich der Konzernbevollmächtigte der DB für den Freistaat Thüringen annehmen und eine bedarfsgerechte Lösung finden.

Der Bundestagsabgeordnete Johannes Selle sagte: „Ich war sehr beeindruckt, mit welchem Ernst die Bahn unsere Anliegen aufgenommen hat. Wir haben dem DB Konzernbevollmächtigten unsere Probleme schildern können und haben ihm deutlich gemacht, dass die DB ebenso wie die Bürger ihre Grundstücke in Ordnung halten muss.“

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Category: Johannes Selle, Kommunales, Verkehr und Städtebau

Über Johannes Selle: Johannes Selle wurde im Wahlkreis 191 Kyffhäuser – Sömmerda - Weimarer Land (ohne VG Grammetal) gewählt. Er ist ordentliches Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Ebenso ist er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages. Für die Ausschüsse für Gesundheit und Finanzen ist er als Stellvertreter benannt. Weitere Stellvertretungen in den Unterausschüssen Bürgerschaftliches Engagement sowie Gesundheit in Entwicklungsländern hat Johannes Selle übernommen. Auf Vorschlag der CDU/CSU-Fraktion ist Johannes Selle entsandt in die Stiftung Archiv der Parteien der DDR sowie in die Jury des Deutschen Filmpreises in der Kategorie Bester Kinder- und Jugendfilm. Zur Profilseite.

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