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Reform der Gemeindefinanzen nicht gescheitert

[ 0 ] 15. Juni 2011 | Antje Tillmann

Die Gemeindefinanzkommission ist am Mittwoch zu ihrer abschließenden Sitzung zusammengekommen. Dazu die Thüringer CDU-Bundestagsabgeordnete und Finanzexpertin Antje Tillmann:

Die Gemeindefinanzkommission hat beispiellose Entlastungen für die Kommunen erwirkt

Die Gemeindefinanzkommission hat beispiellose Entlastungen für die Kommunen erwirkt

„Die Gemeindefinanzkommission als gescheitert zu bezeichnen, ist unangemessen, denn sie ist beileibe nicht ohne Ergebnis geblieben. Bei  den Kosten der Unterkunft, wie auch bei der Grundsicherung ist es zu einer beispiellosen Entlastung der Kommunen gekommen.

Sicherlich wäre es wünschenswert gewesen, auch bei der Gewerbesteuer zu Verbesserungen zu kommen, jedoch hat Finanzminister Schäuble von Anfang an betont, dass nichts über die Köpfe der Kommunen hinweg entschieden wird. Wir werden uns unabhängig vom Ausgang der Verhandlungen weiter für eine Reform der Gewerbesteuer einsetzen“, so Tillmann.

In Zukunft übernimmt der Bund die kompletten Kosten der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Zum anderen wird das Verfahren zur Berechnung der Kosten der Unterkunft geändert: Diese werden künftig nicht mehr nach der Anzahl der Bedarfsgemeinschaften, sondern nach den tatsächlichen Kosten vom Bund erstattet – „eine Forderung, die Länder und Kommunen seit mehreren Jahren immer wieder anführen und der nun Rechnung getragen wurde“, so Tillmann. „Dadurch sparen die Kommunen bis 2020 ca. 39 Milliarden Euro ein, die künftig der Bund trägt.“

Tillmann betont jedoch auch, dass sie sich insbesondere von der Arbeitsgruppe Standards mehr erhofft hatte. Die AG Standards sollte mit der Überprüfung und Bewertung von Standards einen Beitrag dazu leisten, die Bundesressorts hinsichtlich möglicher Belastungen der Kommunen durch bundesrechtlich gesetzte Standards zu sensibilisieren. „Angesichts der Tatsache, dass der Bund genau wie die Länder und Kommunen massive Haushaltsprobleme hat, wäre es wünschenswert gewesen, wenn an dieser Stelle eine Lösung für alle drei Ebenen gefunden worden wäre. Der alleinige Ruf, der Bund solle überall als Zahler einspringen, kann keine Lösung sein“, so die Bundestagsabgeordnete abschließend.

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Category: Antje Tillmann, Haushalt und Finanzen, Inneres, Kommunales

Über Antje Tillmann: Antje Tillmann ist die gewählte Abgeordnete für Erfurt, Weimar und die VG Grammetal (Wahlkreis 193). Sie betreut zusätzlich die Stadt Jena mit. Antje Tillmann ist stellvertretende Vorsitzende des Finanzausschusses des Deutschen Bundestags, ordentliches Mitglied im Unterausschuss Kommunales sowie stellvertretendes Mitglied des Haushaltsausschusses. Weiter ist sie Mitglied des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat und war Obfrau der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Föderalismuskommission II sowie Mitglied der Bundesstaatskommission. Sie ist Mitglied des Fraktionsvorstands und arbeitet in der Gruppe der Frauen und dem Parlamentskreis Mittelstand mit. Zur Profilseite.

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