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Hirte: „Entscheidung nicht übers Knie brechen“

[ 0 ] 3. September 2010 | Christian Hirte

Sonntag soll Entscheidung über AKW-Laufzeiten fallen

Bereits für Sonntagnachmittag hat Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Koalitionsgipfel zur Lösung des Streits um die längeren Laufzeiten der Kernkraftwerke einberufen. Nicht wenige munkeln, dass mit einer schnellen Entscheidung die Regierungsfähigkeit der Koalition demonstriert werden soll.

Porträt Christian Hirte

Christian Hirte, MdB

„Es besteht keine Notwendigkeit, sich bei einer solchen Entscheidung unter Druck zu setzen,“ so der Westthüringer CDU-Umweltexperte Christian Hirte. Nach seiner Ansicht sollte man die Entscheidung am Sonntag nicht übers Knie brechen. Schließlich gibt es auch noch andere Möglichkeiten, um das Problem mit längeren Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke zu lösen. Hirte könnte sich zum Beispiel eine Versteigerung der Restlaufzeiten durchaus vorstellen. „Ähnlich wie schon bei der Versteigerung der begehrten UMTS-Mobilfunkfrequenzen müssten Unternehmen dafür bezahlen, um mit einer Technologie Gewinne machen zu können“, so Hirte weiter.

„Zwar müssten noch eine Reihe von Punkten abgearbeitet werden, aber eine öffentliche Versteigerung wäre für den Bürger sicher transparenter als ein Kompromiss, der hinter verschlossenen Türen ausgehandelt wird. Zudem würde eine Versteigerung auch ein ordentliches Sümmchen in den klammen Haushalt spülen“, so Hirte abschließend.

Hintergrund:

Bei dem Treffen am Sonntag werden neben Merkel auch die Parteichefs von FDP und CSU, Guido Westerwelle und Horst Seehofer, dabei sein. Ebenfalls mit am Tisch: die Fraktionsvorsitzenden der Koalition und die zuständigen Fachminister.

Im Streit um längere Laufzeiten von Atomkraftwerken sind die Deutschen einer Um-frage zufolge geteilter Meinung. Nach einer Forsa-Umfrage von letzter Woche ist knapp jeder zweite Befragte (48 Prozent) der Auffassung, dass der letzte Reaktor wie im Atomkonsens vereinbart 2022 vom Netz gehen soll. Fast ebenso viele (45 Prozent) würden dagegen längere KKW-Laufzeiten begrüßen. Sieben Prozent sind noch unentschieden.

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Category: Christian Hirte, Umwelt, Wirtschaft

Über Christian Hirte: Christian Hirte ist der gewählte Abgeordnete im Wahlkreis 190 Eisenach - Wartburgkreis - Unstrut-Hainich II und betreut außerdem den Kreis Schmalkalden-Meiningen. Er ist ordentliches Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie im Ausschuss für Tourismus. Als Stellvertreter ist er für den 2. Untersuchungsausschuss sowie den Unterausschuss Neue Medien benannt. Weitere Stellvertretungen hat er für den Wahlprüfungsausschuss, die Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" sowie den Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung übernommen. In der CDU/CSU-Fraktion engagiert sich Christian Hirte in der Jungen Gruppe, der Arbeitnehmergruppe sowie dem Parlamentskreis Mittelstand. Er ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitik sowie der Gruppe der Vertriebenen und Flüchtlinge. Als Stellvertreter ist er für das Kuratorium der Bundeszentrale für politische Bildung benannt. Zur Profilseite.

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