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Bundestagsabgeordneter Selle zu Leitlinien der deutschen Afrika-Politik

[ 0 ] 7. Juni 2010 | Johannes Selle

Der Bundestagsabgeordnete Johannes Selle, Ordentliches Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Deutschen Bundestages, sprach am vergangenen Samstag vor einem interessierten Publikum zu den Schwerpunkten der deutschen Regierung in der Entwicklungspolitik im Hotel „Kaiserin Augusta“ in Weimar.

Salva Kiir Mayardit mit Johannes Selle

Salva Kiir Mayardit, Erster Vizepräsident des Südsudans, im Gespräch mit Johannes Selle über die Wahlvorbereitungen und die Zukunft des Südsudans am 17. Februar 2010

Unter dem Thema: Fußball WM 2010 in Südafrika: „Der afrikanische Kontinent im Blickpunkt“ hatte das Bildungswerk der Konrad-Adenauer-Stiftung zu einemdreitägigen Seminar politisch Interessierte nach Weimar eingeladen. Der Themenbogen des Seminars reichte von den Besonderheiten der Geographie über Afrika in der Globalisierung bis zu den Leitlinien der deutschen Afrika-Politik, zu denen Selle referierte.

Selle brachte in seinem einstündigen Vortrag den Zuhörern zunächst die UN-Millenium-Ziele aus dem Jahre 2001 und die Grundsätze der afrikanischen Union zur Neuen Partnerschaft für Afrikas Entwicklung (NEPAD) näher, an denen sich auch die deutsche Außenpolitik orientiert. Das zentrale Element von NEPAD ist das Bekenntnis zur Eigenverantwortung der afrikanischen Staats-und Regierungschefs.

Selle berichtete weiter  über seinen Besuch im Sudan im Februar diesen Jahres und stellte seine Erfahrungen und Thesen für eine neue Strategie in der Runde zur Diskussion. „Es muss ein Umdenken in den Fragen der Entwicklungshilfe in Gang kommen. Es ist über viele Jahre  hinweg umfangreiche  Entwicklungshilfe geleistet wurden, die leider nicht so viel erreicht hat wie es wünschenswert gewesen wäre. Viele Länder wünschen sich ein stärkeres deutsches Engagement, welches auf Dauer und fairer, ökologischer Partnerschaft gegründet ist, eine Art privilegierte Partnerschaft. Auf diese Partnerschaft würde auch die Wirtschaft bauen, was der Entwicklung an entscheidender Stelle einen Schub geben kann. Ziel muss es sein Arbeit zu schaffen. Arbeit ist besser als jedes soziale Projekt. Das wissen wir aus unserer ostdeutschen Erfahrung selbst am besten.“

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Category: Auswärtiges, Entwicklungszusammenarbeit, Johannes Selle

Über Johannes Selle: Johannes Selle wurde im Wahlkreis 191 Kyffhäuser – Sömmerda - Weimarer Land (ohne VG Grammetal) gewählt. Er ist ordentliches Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Ebenso ist er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages. Für die Ausschüsse für Gesundheit und Finanzen ist er als Stellvertreter benannt. Weitere Stellvertretungen in den Unterausschüssen Bürgerschaftliches Engagement sowie Gesundheit in Entwicklungsländern hat Johannes Selle übernommen. Auf Vorschlag der CDU/CSU-Fraktion ist Johannes Selle entsandt in die Stiftung Archiv der Parteien der DDR sowie in die Jury des Deutschen Filmpreises in der Kategorie Bester Kinder- und Jugendfilm. Zur Profilseite.

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