Carola Stauche: Thüringen hilft Mordowien
Bundestagsabgeordnete Carola Stauche und Landtagsabgeordneter Egon Primas (beide CDU) stellen im Landwirtschaftsministerium in Berlin „Freundeskreis Thüringen-Mordowien“ vor.
■ Auf Werbetour für den Freundeskreis „Thüringen-Mordowien“
Im Landwirtschaftsministerium loteten die beiden Abgeordneten beim Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Gerd Müller und dem zuständigen Osteuropa-Experten Dr. Rudolf Wendt Möglichkeiten aus, wie der Bund das Thüringer Konzept unterstützen kann, damit es auch überregional besser wahrgenommen wird.

Engagieren sich für den Freundeskreis Thüringen-Mordowien: MdB Carola Stauche und MdL Egon Primas (rechts) mit Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Gerd Müller (2.v.r.) und Osteuropa-Experten Dr. Rudolf Wendt (l.).
„Wir haben Austauschprogramme initiiert und Uni-Absolventen aus Mordowien in Landwirtschaftsbetriebe geholt. Momentan sind ein paar Hospitanten an einer Klinik in Nordhausen, die als Ärzte ausgebildet werden“, erzählte Primas, Vorsitzender des Freundeskreises. „Das Land will unsere Hilfe. Die Menschen in Mordowien möchten von uns lernen und interessieren sich sehr für Biogas und Melkanlagen in Thüringer Betrieben“, ergänzte Stauche, die dem Freundeskreis auch nach ihrem Wechsel vom Landtag in den Bundestag treu geblieben ist.
Staatssekretär Müller signalisierte Unterstützung. „Was Sie machen, ist ideal. Thüringen hat eine Region in Russland ausgewählt und eine Partnerschaft gegründet. In Berlin laufen die Fäden zentral unter dem Schirm Moskau zusammen“, betonte er.
Mit einer Einladung nach Thüringen verabschiedeten sich Stauche und Primas. „Kommen Sie zu den Grünen Tagen nach Erfurt, das ist unsere größte Landwirtschaftsmesse. Dann treffen Sie auch Freunde aus Mordowien und können mit ihnen ins Gespräch kommen.“
Hintergrund: Mordowien ist eine kleine Republik in Russland, in der circa 830 000 Menschen leben. Der Freundeskreis Mordowien im Thüringer Landtag besteht seit acht Jahren und hat sich im April neu konstituiert. 30 Mitglieder, darunter neben Parlamentariern auch interessierte Bürger, engagieren sich für eine Partnerschaft, vor allem in Landwirtschaft und Kultur. Vorsitzender wurde abermals MdL Egon Primas, der die Partnerschaft initiiert hatte. „Thüringen und Mordowien standen mit der Überwindung der kommunistischen Diktatur vor großen Herausforderungen. Die bessere Position hatte Thüringen“, sagt Primas. „Das verpflichtet uns, die osteuropäischen Länder in ihrer Entwicklung zu unterstützen.“ Prominente Unterstützerin ist Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht.
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