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Manfred Grund: Junge Leute Gast im Parlament

[ 0 ] 1. April 2010 | Manfred Grund

Die wöchentliche Kolumne für TLZ / Eichsfelder Tageblatt: Einbringen in Demokratie

Porträt Manfred Grund

Manfred Grund MdB

Warum sollte der Bundespräsident nicht einmal Jugendliche einladen, um über Identität Heranwachsender zu sprechen? Innerhalb einer Generation hat sich das Selbstverständnis junger Menschen grundlegend gewandelt. Wer am 3. Oktober 1990 oder später geboren wurde, hat von der DDR, von Teilung und kaltem Krieg nichts mehr mitbekommen. Besuchen mich Eichsfelder Schulklassen in Berlin, wundern sich oftmals Schüler, wenn Lehrer, Betreuer und der Abgeordnete voller Emotionen über die Zeit vor 20 Jahren sprechen. Dort, wo noch vor einer Generation der Todesstreifen trennte, habe ich heute in Sichtweite des Reichstages mein Büro. Das Wunder des Herbstes 1989, der friedlichen Wende und der deutschen Wiedervereinigung 1990 in Freiheit und Demokratie ist für gelernte DDR-Bürger noch immer ein Geschenk.

Als der Ältestenrat des Bundestages vorvergangene Woche beim Bundespräsidenten zum Gespräch weilte, habe ich Horst Köhler diese Idee vorgetragen. Wir Deutschen dürfen nicht vergessen, woher wir kommen und welche Zeit hinter uns liegt. Polnische Politiker sagen uns heute, dass wir uns noch stark an der Vergangenheit orientieren, während die Polen in die Zukunft schauen. Dies aufgreifend habe ich Horst Köhler vorgeschlagen, mit jungen Menschen, die am oder um den 3. Oktober 1990 geboren sind, über ihre Hoffnungen und Ziele zu diskutieren. Es geht um Ansichten, Werte und um Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Wie können sich junge Menschen einbringen? Was sind sie wert für unsere Gesellschaft? Was sind unsere Gesellschaft und unsere Demokratie ihnen wert?
Dem Bundespräsidenten gefiel dieser Vorschlag. Ich hoffe, dass von dem Dialog ein Signal ausgehen kann, Jugendliche ernst zu nehmen, einzubeziehen und ihnen Verantwortung zu übertragen, aber auch einen eigenen Beitrag abzuverlangen.

Das kann auch spielerisch beginnen. In diesem Jahr darf ich erneut einen Heranwachsenden zum Planspiel „Jugend und Parlament“ in den Deutschen Bundestag einladen. Mehr als 300 junge Menschen zwischen 16 und 20 Jahren werden im Reichstag anhand von vier thematischen Aufgaben in die Rolle von Abgeordneten schlüpfen. Beim Planspiel „Jugend und Parlament“ arbeiteten sie in Arbeitsgruppen, Ausschüssen, Fraktionen und im Plenum an Gesetzen zu vier aktuellen Themen. Sie lernen dabei, Positionen zu vertreten. Sie erfahren, wie schwierig es ist, in Gruppen einen Konsens herzustellen. Und sie lernen, dass in der Demokratie Mehrheiten entscheiden; gute Argumente allein reichen nicht aus.

Wer Lust hat, dieses verlängerte Wochenende von Samstag, dem 5., bis Dienstag, den 8. Juni 2010, in Berlin politisch zu gestalten, meldet sich bitte in meinem Heiligenstädter Büro bis zum 12. April 2010. Kontakt: (03606) 606165, manfred.grund@wk.bundestag.de*

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* bitte nur benutzen, wenn Sie im Wahlkreis 189 Eichsfeld – Nordhausen – Unstrut-Hainich-Kreis I wohnen; sonst fragen Sie bitte Ihren regionalen Abgeordneten

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Category: Arbeit und Soziales, Frauen und Familie, Geschichte, Inneres, Manfred Grund

Über Manfred Grund: Manfred Grund ist der gewählte Abgeordnete im Wahlkreis 189 Eichsfeld - Nordhausen - Unstrut-Hainich I. Seit 1998 ist er der Vorsitzender der Landesgruppe Thüringen der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Er ist Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages. Er ist entsandt in das Parlamentarische Kontrollgremium sowie den Unterausschuss Vereinte Nationen, Internationale Organisationen und Globalisierung. Er gehört der Deutschen Delegation der Parlamentarischen Versammlung der OSZE an. Als Stellvertreter ist Manfred Grund für den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie die Deutsche Delegation in der Interparlamentarischen Union (IPU) gesetzt. In der CDU/CSU-Fraktion bekleidet er das Amt eines Parlamentarischen Geschäftsführers. Er ist Mitglied im Ältestenrat und seiner Kommission für die Angelegenheiten der Mitarbeiter der Abgeordneten sowie der Inneren Kommission. Als Parlamentarischer Geschäftsführer ist er außerdem Mitglied im Gemeinsamen Ausschuss nach Artikel 53 a Grundgesetz. Auf Vorschlag der CDU/CSU-Fraktion nimmt Manfred Grund einen Sitz im Kuratorium der Gesellschaft Internationale Weiterbildung und Entwicklung (InWent) ein. Zur Profilseite.

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