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Tankred Schipanski: Nachjustierung bei Bologna notwendig

[ 0 ] 3. Dezember 2009 | Tankred Schipanski

Thüringer Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski sprach sich im Rahmen einer aktuellen Stunde im Bundestag zu den Bildungsstreiks für eine Nachjustierung der Bologna-Reformen aus.

„Nicht das Bologna-Konzept ist schlecht, sondern die Umsetzung ist unzureichend“, lautete das Credo des Bundestagsabgeordneten Tankred Schipanski bei seiner ersten Rede vor dem Bundestag am Donnerstag (03. Dezember 2009). So ist der Bologna-Prozess mit dem Ziel, den europäischen Hochschulraum zu vereinheitlichen, um Vergleichbarkeit, Kompatibilität und Mobilität herzustellen, notwendig. Gleichzeitig hob der Abgeordnete hervor: „Bologna bringt keine Verschulung, sondern Strukturierung, gerade für die Geisteswissenschaften. Bologna ist also eine Chance für die Geisteswissenschaften, weil nunmehr „Lernen mit Richtung“ und nicht „Lernen ohne Ziel“ gewährleistet wird.“

Schipanski gab zu bedenken, dass es sich bei der Umsetzung der Bologna-Vorgaben um einen Lernprozess handele. Die gewonnenen Erfahrungswerte aus dem Universitätsalltag müssen jetzt in eine Feinjustierung der Rahmenbedingungen einfließen. Die Hochschulrektorenkonferenz, die Kultusministerkonferenz und der Wissenschaftsrat haben hierzu konkrete Vorschläge eingebracht. Die Bundesregierung wird die Maßnahmen koordinieren. Dazu wird Bundesbildungsministerin Prof. Annette Schavan ein Bologna-Gipfel im April kommenden Jahres mit allen Beteiligten abhalten. Mit Blick auf die protestierenden Studenten räumte Schipanski, bis vor Kurzem selber noch Universitätsmitarbeiter, ein: „Ich habe durchaus Verständnis dafür, dass die Studierenden, auf die überladene Studien- und Prüfungsordnungen aufmerksam machen. Diese liegen jedoch in der Verantwortung jeder einzelnen Hochschule. Die Lehrenden sind gefordert Vorlesungen umzustrukturieren sowie ggf. neue Lehrveranstaltungen anzubieten. Ferner ist die Zusammenarbeit mit den Akkreditierungsagenturen optimierungsbedürftig“. „Ein konstruktives Miteinander zwischen Hochschulleitung, den Studierenden und den Professoren ist jedoch der bessere Weg als Chaos auf den Straßen und in den Hörsälen zu provozieren, um Feinjustierungen des Bologna-Prozesses voranzutreiben.“ so Schipanski abschießend.

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Category: Allgemein, Bildung und Forschung, Tankred Schipanski

Über Tankred Schipanski: Tankred Schipanski wurde im Wahlkreis 192 Gotha - Ilm-Kreis gewählt. Er betreut die Stadt Suhl mit. Im Deutschen Bundestag ist er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Bildung und Forschung. Stellvertreter ist er im Rechtsausschuss. Für die Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" sowie den Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung ist er ebenfalls als Stellvertreter benannt. Tankred Schipanski ist stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union. Der Bundestag hat ihn als Stellvertreter für die Deutsche Delegation der Parlamentarischen Versammlung der OSZE benannt. In der CDU/CSU-Fraktion ist er Mitglied der Arbeitnehmergruppe sowie der Jungen Gruppe. Auf Vorschlag der CDU/CSU-Fraktion entsendet der Deutsche Bundestag Tankred Schipanski in den Stiftungsrat der Stiftung CAESAR. Zur Profilseite.

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