Tankred Schipanski für Erhalt der Wehrpflicht
Anlässlich des feierlichen Gelöbnisses von Rekruten des Logistikbataillons 131 Bad Frankhausen, des Führungsunterstützungsbataillons 383 Erfurt und des Aufklärungsbataillon 13 Gotha auf dem Gothaer Boxberg lobte der CDU-Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski am Freitag (27.09.2009) in der Festansprache die Arbeit der Bundeswehr und sprach sich für den Erhalt der allgemeinen Wehrpflicht aus.
„Die Soldaten sind Repräsentanten unseres demokratischen Rechtsstaates. Sie leisten einen unschätzbaren Dienst für die Freiheit und die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland“, betonte Tankred Schipanski vor den 704 Rekruten und ihren Angehörigen. Außerdem positionierte sich Schipanski klar als Befürworter der allgemeinen Wehrpflicht: „Die Wehrpflicht ist der Ausdruck der gemeinsamen Verantwortung aller Bürger für die Sicherheit unseres Landes. Sie sorgt für den permanenten Austausch zwischen den Streitkräften und der Bevölkerung.“ Daher halte er auch die in der Diskussion stehende Verkürzung des Wehrdienstes nicht für sinnvoll. „Wir brauchen weiterhin die Wehrpflicht und nicht ein Wehrpraktikum“, sagte Schipanski mit Blick auf die geplante Verkürzung der Wehrdienstzeit von 9 auf 6 Monate. „Die geplante Verkürzung muss ergebnisoffen diskutiert werden. Wenn Experten und Politiker feststellen, dass eine Verkürzung nicht sinnvoll erscheint, dann gilt es von diesem Vorhaben wieder Abstand zu nehmen.“ so Schipanski in seiner Rede.
Aus aktuellem Anlass bezog der junge Bundestagsabgeordnete auch zur Verlängerung des Bundeswehrengagements in Afghanistan Stellung, wo Truppen der Bundeswehr als Teil internationalen Afghanistan-Schutz-Truppe unter Führung der NATO eingesetzt sind. Schipanski sagte: „Wir haben in Afghanistan eine gestaltende Aufgabe, die über das Gewährleisten von Sicherheit hinaus geht. Die Präsenz der deutschen Soldaten bedeutet ein Stück Hoffnung auf eine bessere Zukunft für die Einheimischen, wenn wir langfristig dazu beitragen, dass die Region befriedet wird. Jedoch brauchen unsere Soldaten Klarheit, was unsere konkrete Zielsetzung bei diesem Einsatz ist und wann unser Auftrag vor Ort erfüllt ist. Für diese Klarheit muss die Politik in dieser Legislatur sorgen.“ In der kommenden Woche stimmt der Bundestag über die Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr am Hindukusch ab.
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